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    EU- Strategie zum Schutz der internationalen Wälder

    Der Schutz der globalen Wälder ist angesichts der wachsenden Weltbevölkerung und zunehmender Ressourcenkonflikte eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Wälder beherbergen weltweit rund 80 Prozent der Artenvielfalt an Landlebewesen und bilden die Existenzgrundlage von rund einem Viertel der Weltbevölkerung. Daneben ist ihr Erhalt für die Erreichung der Klimaschutzziele des Pariser Abkommens von entscheidender Bedeutung, gelten die mit dem globalen Waldverlust einhergehenden Treibhausgasemissionen als eine der wichtigsten Ursachen des Klimawandels.

    Auch die Europäische Kommission hat diese Herausforderung erkannt und Ende Juli 2019 eine umfassende Strategie zum Schutz der Wälder beschlossen. Durch nachhaltigeren Konsum innerhalb der EU, gezielte internationale Zusammenarbeit, bessere Informationen und eine Neuausrichtung von Finanzmitteln will sie die Gesundheit der bestehenden Wälder schützen.

    Die Europäische Kommission hat hierbei fünf Prioritäten festgelegt:

    • Verringerungen des Flächen-Fußabdrucks der EU und Förderung des Verbrauchs von Erzeugnissen aus entwaldungsfreien Lieferketten in der EU;
    • partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Erzeugerländern zur Verringerung des Drucks auf die Wälder und zur Sicherung der Entwicklungszusammenarbeit der EU gegen Entwaldung;
    • Stärkung der internationalen Zusammenarbeit, um Entwaldung und Waldschädigung zu stoppen und die Wiederherstellung der Wälder zu fördern;
    • Neuausrichtung der Finanzierung zur Unterstützung nachhaltigerer Landnutzungspraktiken;
    • Förderung der Verfügbarkeit und Qualität von Informationen über Wälder und Rohstofflieferketten, Sicherung des Zugangs zu diesen Informationen sowie Unterstützung von Forschung und Innovation.
    Die Haupttriebfeder der globalen Entwaldung ist die Nachfrage nach Lebens‑ und Futtermitteln, Biokraftstoffen, Holz und anderen Rohstoffen. Über die globalen Lieferketten trägt Europa mit seinem Bedarf an Ressourcen eine Mitverantwortung für den zunehmenden Verlust der weltweiten Waldflächen. Im Umkehrschluss kann dies nur heißen, dass innerhalb der EU eine nachhaltige, multifunktionale Bewirtschaftung der Wälder beibehalten und gefördert werden muss. Dies kann angesichts der enormen Herausforderungen infolge des Klimawandels nur durch eine stärkere gesellschaftliche Unterstützung der Waldbesitzer erreicht werden, wofür sich die FECOF auf europäischer Ebene einsetzt.

    Weitere Informationen:
    https://ec.europa.eu/info/files/communication-2019-stepping-eu-action-protect-and-restore-worlds-forests_de
    https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/qanda_19_4471
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